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Kleinkinder essen in der Kita

Gutes Essen in der Kita – Was ist wichtig?

Kindertagesstätten sind aktuell geschlossen. Wie wäre es, diese „kinderfreie“ Zeit zu nutzen und das Verpflegungsangebot in der Einrichtung unter die Lupe zu nehmen? Warum gutes Essen in Kindertagesstätten wichtig ist und worauf es ankommt.

Die Kita als Lernort für Ernährungskompetenzen

Ab einer Betreuungszeit von 7 Stunden haben Kinder einen Anspruch auf ein Mittagessen. Abhängig von der Einrichtung und der gewählten Betreuungszeit werden darüber hinaus auch Zwischenmahlzeiten angeboten.

Trotz des zunehmenden Angebots von Mahlzeiten in Kitas, findet dort das Thema Ernährung oft nicht genügend Beachtung. Im pädagogischen Konzept ist es noch nicht überall verankert. Vielen Verantwortlichen für die Gemeinschaftsverpflegung in Kitas ist nicht bewusst, wie wichtig ein ausgewogenes und kindgerechtes Verpflegungsangebot ist. Dabei gilt es gerade auch in diesem Bereich wichtige Grundsteine für das spätere Leben zu legen. Gutes Essen ist nicht nur für ein gesundes Aufwachsen und die geistige Entwicklung wichtig, sondern trägt auch zum Erhalt der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit über den Tag bei. Ein gutes Verpflegungsangebot unterstützt die Ausprägung einer gesunden Ernährungsweise für das ganze weitere Leben und beugt damit maßgeblich ernährungsmitbedingten Krankheiten vor. Beim täglichen Essen in der Kita werden Lebensgewohnheiten ganz nebenbei geprägt –wie (früher) am Esstisch zu Hause.

Woran erkennt man ein gutes Verpflegungsangebot?

Idealerweise orientieren sich in den Kitas angebotene Mahlzeiten am „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder“. Dieser enthält ausführliche Informationen und Checklisten zum optimalen Essensangebot in Kitas. Anhand der dort aufgeführten Empfehlungen kann mit einem Blick auf die ausgehängten Speisepläne beurteilt werden, wie gut die Zusammenstellung des Mittagessens ist.

Ob das Essen in der Kita frisch gekocht oder angeliefert wird, in Form von Kühlkost, Tiefkühlkost oder Warmverpflegung, spielt dagegen keine Rolle. Grundsätzlich kann mit jedem der genannten Verpflegungssysteme eine gute Essensqualität erreicht werden, wenn auf eine schonende Zubereitung, kurze Warmhaltezeiten und eine Ergänzung mit Frischkost geachtet wird. Aus pädagogischer Sicht ist im Hinblick auf Lernerfahrungen der Kinder, das Kochen in der Kita sicherlich die zu bevorzugende Variante.

Kennzeichen eines guten Verpflegungsangebots

  • Die Kinder haben immer die Möglichkeit zu trinken. Idealerweise Wasser oder ungesüßten Tee.
  • Das Speisenangebot variiert und den Kindern werden immer wieder neue Lebensmittel angeboten. Hierbei gilt es zu beachten, dass Kinder für sie unbekannte Lebensmittel bis zu 30mal probieren müssen, bis sie diese akzeptieren.
  • Im Kleinkindbereich wird Kindern unter 3 Jahren ein spezielles Essensangebot bereitgestellt, welches auf deren Bedürfnisse zugeschnitten ist. Kleinkindgerechtes Essen zeichnet sich beispielsweise durch einen sparsamen Einsatz von Salz, eine milde Würze und die Vermeidung kleiner harter Lebensmittel (wie Nüsse) aus, die leicht verschluckt werden können.

Daneben wirken sich eine Reihe von Begleitumständen rund um das Verpflegungsangebot positiv auf die Esssituation in den Kindertagesstätten aus. So sollte das pädagogische Personal Vorbild sein. Das heißt eine Betreuungsperson nimmt an den Mahlzeiten teil und ermutigt die Kinder unter anderem auch zum Probieren unbekannter Lebensmittel. Außerdem sollten Kinder ausreichend Zeit zum Essen und einen ansprechenden, dafür geeigneten Essplatz haben.

Das Landeszentrum für Ernährung bietet viele Informationen rund um das Thema Gemeinschaftsverpflegung und unterstützt bei der Einführung und Optimierung von Verpflegungsangeboten in Kindertagesstätten. Kontaktieren Sie uns!

Autorin: Alexandra Knauß
Foto: ©Oksana Kuzmina - stock.adobe.com


Wo 04/2020

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