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Eine Gruppe älterer Menschen und eine Pflegerin nutzen ein Tablet während sie Kaffee trinken

Kommunikation und Wertschätzung – das Rezept für eine erfolgreiche Seniorenverpflegung!
Online-Fachtag am 13.07.2022


Hinweis: Für Informationen zum vergangenen Fachtag 2021 bitte nach unten scrollen.


Gerade im höheren Lebensalter ist eine ausgewogene Ernährung grundlegend für die Gesundheit und Lebensqualität. Eine erfolgreiche Seniorenverpflegung hängt auch von deren Stellenwert in der Einrichtung ab. Wertschätzung und Kommunikation spielen hierbei eine wichtige Rolle. 

Inhalt:

Zu Beginn des Fachtags fand zunächst die Auszeichnung der sechs Modelleinrichtungen statt, die sich im Modellprojekt „Gutes Essen in der Seniorenverpflegung“ im letzten Jahr auf den Weg gemacht haben, ihre Verpflegung zu optimieren. Herr Minister Hauk MdL überreichte den Modelleinrichtungen digital ihre Urkunden für die erfolgreiche Projektteilnahme. Eine Modelleinrichtung – das Nikolaus-Cusanus Haus e. V. – erreichte im Projektverlauf bereits die Bio- sowie die DGE-Zertifizierung. Herr Prof. Dr. Grimm von der DGE-BW e. V. überreichte ihnen digital das dazugehörige „Fit im Alter“-Logo.

Den Einstieg in die Themen Kommunikation und Wertschätzung machte Felix Gaudo mit seiner Keynote „Gelassen bleiben – Kommunikation mit Herz, Hirn und Humor“. Besonders nahe legte er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dabei den Perspektivenwechsel: „Überall da, wo zwei Dinge zusammenkommen, die nicht gut zusammenpassen, entsteht eine absurde Situation. Da kann ich mich drüber ärgern – ich kann aber auch einen bestimmten Blick üben und dann entdecke ich wieder die Komik in dieser Situation“. Und auch im Komplimente machen, solle man sich üben: „Denn auch ein kleines Kompliment, ein kleines nettes Wort, so ein kleiner humorvoller Spruch kann oft eine riesige Wirkung haben. Weit über diesen Moment hinaus“.

Prof. Dr. Christine Brombach von der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften stellte in ihrem Vortrag die Bedeutung des Essens in Senioreneinrichtungen heraus. Es genüge nicht, nur den Bedarf der Bewohnerinnen und Bewohner zu decken und gesundes Essen anzubieten. Es gehe auch darum, „sich «wohl» und «umsorgt», ernst genommen zu fühlen“. Wichtig ist dafür, die (Ess-)Biografie der Bewohnerinnen und Bewohner zu berücksichtigen: Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Mit welchen Erwartungen kommen sie zu Tisch? Wie können diese Erwartungen, diese Wünsche erfüllt werden? 

Um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischenzeitlich zu aktivieren, führte Maike Schlindwein, Ernährungswissenschaftlerin und lizenzierte Trainerin im Breitensport, eine 10-minütige bewegte Pause durch. 

Wertvolle Impulse aus der Praxis erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Küchenchef und Esskümmerer Markus Biedermann. Dabei stellte er unter anderem das von ihm entwickelte „Patensystem“ vor, bei dem jedem Wohnbereich ein Küchenmitarbeiter bzw. eine Küchenmitarbeiterin als Pate bzw. Patin zugeordnet wird. „Mit dem Patensystem wollen wir uns mit den Bewohnerinnen und Bewohnern verbinden und ihnen aufzeigen, dass wir an ihnen und ihrem Wohlbefinden Interesse haben“, so Biedermann. 

Zum Abschluss des Fachtags stellte Lena Melzer von der DGE-BW e. V. das Projekt „Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen im Handlungsfeld Ernährung“ vor und Katrin Eitel vom Landeszentrum für Ernährung gab einen Überblick über die aktuellen Angebote und Veranstaltungen des Schwerpunktes Seniorenernährung am Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg. 


Bunte Wörter in einem Oval angeordnet, mit Adjektiven die den Fachtag beschreiben, z. B. interessant, motivierend


















Am Fachtag nahmen insgesamt 230 Personen teil. Darunter waren

  • Multiplikatorinnen, Multiplikatoren und Fachkräfte aus Senioreneinrichtungen und weiteren Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung,
  • Haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die außerhalb von stationären Einrichtungen im Bereich Seniorenernährung aktiv sind,
  • Vertreterinnen und Vertreter von Bundes- und Landeseinrichtungen, 
  • Vertreterinnen und Vertreter aus kommunalen und kirchlichen Einrichtungen,
  • Vertreterinnen und Vertreter aus Einrichtungen des Modellprojekts „Gutes Essen in der Seniorenverpflegung“,
  • freiberufliche Ernährungsfachkräfte.



Handout zum Vortrag "Essen ist Balsam für Körper und Seele – die Bedeutung des Essens in Senioreneinrichtungen" von Prof. Dr. Christine Brombach

  • wird nachgereicht



Handouts zum Vortrag "Wenn der Esskümmerer sich um die Bewohner kümmert" von Markus Biedermann



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