Service-Navigation

Suchfunktion

Mädchen hält einen Korb mit frischem Gemüse

Frisch auf den Tisch! Aktionstage zum EU-Schulprogramm für Fruchtforscherinnen und Milchentdecker von 07. Juni bis 28. Juli 2021

Wie erkenne ich, ob ich mein Obst und Gemüse noch essen kann? Was kann ich aus braunen Bananen und schrumpeligen Äpfeln zubereiten? Wie kann ich verhindern, dass Äpfel braun werden? Wie lagere ich Obst und Gemüse, damit es möglichst lange hält? Diesen und weiteren spannenden Fragen rund um Gemüse, Obst und Milch(-produkte) gingen Kita- und Schulkinder bei den Aktionstagen zum EU-Schulprogramm vom 7. Juni bis 28. Juli 2021 nach. In ganz Baden-Württemberg nahmen rund 180 Einrichtungen teil. 

Das Ziel: Erleben, verstehen, genießen

Bei den Aktionstagen geht es darum, Gemüse, Obst und Milch(-produkte) in den Mittelpunkt des Kita- und Schulalltags zu stellen und für abwechslungsreiches und genussvolles Essen zu begeistern. Die Kinder erfahren mehr über die Vielfalt, Herkunft und Erzeugung von Lebensmitteln und stärken ihre Kompetenzen im Umgang mit Lebensmitteln. Die Aktionstage bieten außerdem eine gute Gelegenheit, den Schulprogramm-Sponsor*innen und Lieferant*innen für ihre Unterstützung sowie die Produkte zu danken. 

Die Aktionstage sind Teil der pädagogischen Begleitung des EU-Schulprogramms in Baden-Württemberg.

Grundschule Heumaden: So geht nachhaltiges Lernen! 

Am 05.07.2021 war es in der Grundschule Heumaden in Stuttgart soweit: Hier fand das diesjährige Hauptevent der Aktionstage zum EU-Schulprogramm statt. In kleiner Runde begrüßte die Schule die Staatssekretärin Frau Kurtz MdL des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und präsentierte eine gelungene Umsetzung der Aktionstage. Mit dabei waren der Schulträger, Elternvertreter*innen, Vertreter*innen des Fördervereins und Mitarbeiter*innen des Landeszentrums für Ernährung.

Wie viel darf es sein?

Dass Gemüse, Obst und Milch(-produkte) gut für den Körper sind, wissen die Schüler*innen der Grundschule Heumaden bereits. Doch wie viel davon ist pro Tag nötig, um sich im Alltag fit zu fühlen und es auch in Zukunft zu bleiben? 

Das erfuhren die Schüler*innen im Rahmen der Aktionstage auf besonders kreative Art und Weise: Voller Begeisterung bastelten sie ihre eigene, überdimensionale Ernährungspyramide, die zum Beispiel zeigt, wie viele Portionen Gemüse & Obst, Milch(-produkte) und Getreideprodukte pro Tag empfohlen werden. Wie eine Portionsgröße ganz einfach mit der eigenen Hand bestimmt werden kann, führten die Schüler*innen den gespannten Gästen vor. Das Praktische: Mit den Händen wachsen automatisch auch die Portionsgrößen mit, so dass der Nährstoffbedarf immer gedeckt ist.

Große Augen und staunende Gesichter im Forscher*innenlabor

Das Forscher*innenlabor ist ein Ort, an dem Naturwissenschaften mit dem Alltag verknüpft werden. Die Schüler*innen untersuchten dort mit einfachen Mitteln den Fettgehalt von Lebensmitteln, trainierten ihre Geruchssinne und gingen der Bräunung von Äpfeln auf den Grund. 

Dass Äpfel nach dem Anschneiden braun werden, haben die Schüler*innen schon oft bei Apfelschnitzen oder einem Obstsalat bemerkt. Im Forscher*innenlabor stellten sie nun die Frage: „Wie kann ich verhindern, dass Äpfel braun werden?“

Beim Apfelexperiment konnten die Kinder zwischen verschiedenen Flüssigkeiten wie Wasser, Essig, Zitronensaft und Orangensaft wählen. Voller Eifer testeten die Schüler*innen, welche Flüssigkeiten einen Apfel vor dem Braunwerden schützen. Dazu gaben sie ein Apfelstück mit einer der Flüssigkeiten in eine Schale und warteten etwa 15 Minuten. Am Ende waren sich die Nachwuchsforscher*innen einig: Zitronensaft und Orangensaft wirkten wahre Wunder!

Aber woran liegt das? Die Kinder erfahren, dass angeschnittene Äpfel mit dem Sauerstoff aus der Luft reagieren und dadurch braun werden. Zitronen- und Orangensaft enthalten viel Vitamin C, das ebenfalls mit dem Luftsauerstoff reagiert. Gibt man nun ein paar Spritzer Zitronen- oder Orangensaft auf die Äpfel, reagiert der Luftsauerstoff mit dem Vitamin C statt mit den Äpfeln, so dass diese nicht braun werden. Zitronen- und Orangesaft sind damit also ein perfekter „Schutzmantel“!

Woher kommt mein Essen? – Gemüse und Obst im eigenen Schulgarten

Ein weiteres Highlight der Grundschule Heumaden ist der eigene Schulgarten. Mit leuchtenden Augen erzählten die Anbauheld*innen von ihren Pflanzen, Bäumen und Sträuchern. „Durch die aktive Mitarbeit der Schüler*innen bleibt das Erlernte möglichst lange in Erinnerung“, so Schulleiterin Frau Fix. Die Kinder lernen praxisnah verschiedene Kräuter sowie Obst- und Gemüsearten kennen. Sie erleben, wie Gemüse und Obst wächst und was alles getan werden muss, bis diese Leckereien geerntet werden können –eine ganz besondere Wertschätzung. 

Krönender Abschluss des Aktionstages war der von den Schüler*innen selbst komponierte und mit viel Spaß aufgeführte „Obstsalat-Song“.  

Die Aktionstage in der Grundschule Heumaden haben gezeigt, wie Kindern Gemüse, Obst und Milch(-produkte) auf vielfältige Weise und mit viel Spaß schmackhaft gemacht werden kann.

Unterstützung bei der Umsetzung der Aktionstage

Das Landeszentrum für Ernährung unterstützt alle teilnehmenden Kitas und Schulen vorab mit Anregungen und stellt ihnen kostenfreie Bildungsmaterialien zur Umsetzung der Aktionstage zur Verfügung. Zudem können sich die Einrichtungen für ein kostenfreies Bildungsangebot von einem*einer Referent*in der Landesinitiative Bewusste Kinderernährung (BeKi) bewerben, die bei der Gestaltung des Aktionstages unterstützen. Mitmachen können alle Einrichtungen, die in Baden-Württemberg am EU-Schulprogramm teilnehmen.

Bildergalerie

Zum Starten bitte das Bild anklicken

Fußleiste