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Apfel, Glas Milch und Möhren auf Schulbüchern

Fachtagung: Lecker & fit! 10 Jahre EU-Schulprogramm in Baden-Württemberg 

Das EU-Schulprogramm mit Obst, Gemüse und Milch feiert im Jahr 2020 sein 10-jähriges Jubiläum in Baden-Württemberg. Kinder in teilnehmenden Einrichtungen erhalten damit bereits seit 10 Jahren regelmäßig eine kostenlose Portion Obst und Gemüse und/oder Milch(-produkte) von regionalen Lieferant*innen. Sie kommen damit auf den Geschmack dieser Lebensmittel, können sie gemeinsam in der Kita bzw. Schule genießen und lernen bereits in jungen Jahren ganz nebenbei, sie in ihren Essalltag zu integrieren. Durch die pädagogische Begleitung erfahren die Kinder mehr über die Produkte, ihre Erzeugung, sowie ausgewogenes Essen und Trinken. Die Kinder erwerben zudem Kompetenzen im Umgang mit Lebensmitteln.

(Online-)Fachtagung zum 10-jährigen Jubiläum des EU-Schulprogramms

Das 10-jährige Jubiläum wurde am 6.Oktober 2020 mit einer Fachtagung gefeiert. Rund 300 Akteur*innen des EU-Schulprogramms in Baden-Württemberg sowie Interessierte hatten die Gelegenheit, sich ein Bild über die vielfältige Umsetzung des Programms im Land zu machen und neue Impulse für die pädagogische Begleitung des Programms zu erhalten.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Peter Hauk MdL, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. In seinem Grußwort betonte er, dass die Akteur*innen vor Ort das EU-Schulprogramm seit vielen Jahren so erfolgreich machen. Zu den Akteur*innen gehören die Schulprogramm-Lieferant*innen, Pädagog*innen in Kitas und Schulen, Sponsor*innen, Multiplikator*innen der Ernährungsbildung sowie Eltern und hauswirtschaftliche Fachkräfte.

Beispiele für gelungene und kooperative Umsetzung

Unter dem Motto „So machen wir es! Beispiele für gelungene und kooperative Umsetzung“ zeigten verschiedene Akteur*innen, wie sie das EU-Schulprogramm gemeinsam gestalten.

Der Schulprogramm-Lieferant Wolfgang Mäck und Frau Knöpfle von der Schillerschule Erbach verdeutlichten in ihrem Beitrag, wie bedeutsam es für den Erfolg des Programms ist, dass Lieferant und Einrichtung, aber auch alle Beteiligte innerhalb der Einrichtung, wie Schulleitung, pädagogische und hauswirtschaftliche Fachkräfte, Schüler*innen und Eltern an einem Strang ziehen.

Das Ehepaar Keppler vom Keppler-Hof Schopfloch-Unteriflingen zeigte auf anschauliche Weise, welchen Beitrag Bauernhöfe leisten können, damit Kinder ganz praktisch erleben und verstehen können, wo unser Essen herkommt. Wer könnte das besser vermitteln, als die Landwirtin oder der Landwirt selbst.

Als drittes Good-Practice-Beispiel stellten die BeKi-Referentin Ursula Weinberger und Ann-Katrin Neef vom Kinderhaus Kinderländle in Stuttgart ihre Kooperation vor. Frau Weinberger berichtete u.a. über eine Fortbildung, in der sie den Erzieher*innen viele Hilfestellungen und kreative Tipps gab, wie bereits die Kleinen in der Kita bei der Lebensmittelzubereitung mithelfen können.

Kreativ und vielfältig! Ideen zur pädagogischen Begleitung

Die nächsten Veranstaltungsbeiträge standen unter dem Motto „Kreativ und vielfältig! Ideen zur pädagogischen Begleitung des EU-Schulprogramms“.

Katrin Anderlohr vom Landeszentrum für Ernährung zeigte in ihrem Beitrag, worauf es bei einer guten Ernährungsbildung ankommt. Erfolgreich ist Ernährungsbildung u.a. dann, wenn sie an den Erfahrungen und Interessen der Kinder anknüpft und die Kinder die Möglichkeit bekommen, selbst aktiv zu werden, zu forschen und zu genießen. Bedeutsam ist auch, dass Essen und Trinken nicht nur von einer gesundheitlichen Perspektive betrachtet wird, sondern die vielfältigen Bildungsanlässe rund um Essen, Trinken und Lebensmittel genutzt werden.

Wie sich das praktisch umsetzen lässt, verdeutlichten die nachfolgenden Praxisbeispiele. Neben dem Schulgarten als grünes Klassenzimmer wurden die Angebote des Projekts „Lernort Bauernhof in Baden-Württemberg“ sowie der Streuobst-Pädagogen e.V. vorgestellt.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmer*innen für die Teilnahme – ob vor Ort oder online. Unser Dank gilt auch allen Referent*innen für ihre spannenden Beiträge und ausführlichen Antworten in den Fragerunden.

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